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Unsere Geschichte


Die Entwicklung des Musikvereins von 1820-1914

1820 erstmals urkundlich erwähnt, zählt die Trachtenkapelle Fladnitz an der Teichalm zu den ältesten Musikkapellen der Steiermark. An der Gründung eines Musikvereins waren besonders die geistlichen Herren interessiert, die dadurch die kirchlichen Anlässe festlich gestalten konnten. Sie stifteten auch die notwendigsten Instrumente. Vor allem aber die Schulmeister, wie etwa Josef Hranda, bemühten sich um die Ausbildung von Musikern und Auftritte im Ort.

 

Nach dem Tod von Josef Hranda 1865 nahm sich der gebürtige Grazer Franz Bäck der Musikkapelle an und unterrichte auch mehrere Musikschüler. Bäck war bis etwa 1900 tätig, zeitweilig sogar führend und die Kapelle leitend. Ihm folgte der Kaufmann Franz Hirzenberger, ein bedeutender Musiker, der das Fladnitzer Musikleben seiner Zeit und der nachfolgenden 30 Jahre gestaltete und begründete. Viele Noten aus dieser Zeit in schöner Schrift geben Zeugnis von seiner Arbeit. 

 

1893 bekam Fladnitz seine Feuerwehr. Da viele Musikanten zugleich Feuerwehrmänner waren, rückte man von nun an in der Feuerwehruniform aus und konnte auch im Feuerwehrhaus proben.

 

 

Die Zwischenkriegszeit und der 2. Weltkrieg

Nach dem 1. Weltkrieg löste sich die Kapelle von der Feuerwehr und wurde wieder selbstständig. Als Uniform diente eine Steirertracht. Der musikalische Leiter war bis 1838 Franz Reisinger vlg. Grasl. Während des 2. Weltkriegs leitete Erhard Stockner die Kapelle, der es schwer hatte, sie spielfähig zu erhalten, da viele Musiker einberufen wurden oder abwanderten. 

 

Nach dem 2. Weltkrieg griffen Franz Wittgruber, Peter Greimel, Franz Stockner und Josef Göbel entscheidend in die Neugestaltung der Kapelle ein. Bei einer Zusammenkunft im Dezember 1945 wurde Matthias Pucher zum Musikführer gewählt. Sein Geschick, junge Musiker zu unterrichten, war für die Kapelle von großem Wert. Er übergab die neu zusammengesetzte Kapelle 1946 dem Lehrer Heinrich Pichler. Dieser hielt den Kreis der Musiker, der sich ständig vergrößerte mit folgendem Motto zusammen:

 

"Sprecht von dem, was zusammenführt, schweigt vom Trennenden"

 

1946 erfolgte dann auch die offizielle Vereinsgründung des Musikvereins Fladnitz an der Teichalm, mit Obmann Josef Göbel und Kapellmeister Heinrich Pichler.

 

 

Die Gründungsmitglieder von 1946

 

Matthias Bucher
Peter Greimel vlg. Pforamoor
Karl Hofer vlg. Leidinger
Anton Schweigberger
Hans Möstl vlg. Foldnhauns
Johann Auer vlg. Nierer
Franz Schmied vlg. Hechtlmülner
Franz Hyden vlg. Graumma
Ambros Egger
Franz Harrer vlg. Franzbauer
Alois Raith vlg. Moor
Alois Stadlhofer
Gottfried Fuchsbichler vlg. Toberschmied
Herbert Herbst vlg. Herbstanerl

 

 

Die Musikkapelle in den 50er bis 70er Jahren

Aufgrund der steigenden Musikerzahl, beschloss der Verein im Jahre 1950, ein eigenes Musikerheim zu errichten. Durch den großen Fleiß aller Musikkameraden und großzügige Spenden der Pfarrbevölkerung konnte am 17. Juni 1951 das Vereinslokal eingeweiht werden.

 

Nach der Übersiedlung von Kapellmeister Oberlehrer Heinrich Pichler nach Trofaiach wurde der Tischlermeister Franz Göbel zum Kapellmeister bestellt. Er verstand es, im Alter von 26 Jahren, die Kapelle mit viel Humor und guten musikalischen Fähigkeiten zu führen. Gemeinsam mit Obmann Peter Greimel und später mit Obmann Andreas Herbst leistete er aktive Aufbauarbeit. Unter ihm gelang eine Neuinstrumentierung auf Normalstimmung, und das 140-jährige Bestehen des Vereins wurde mit einem Kesseltreffen im Jahre 1962 gefeiert. Nach einem tragischen Unfall folgte ihm als Obmann Johann Mandl aus Tulwitz, unter dem die Kapelle 1965 auch neu eingekleidet wurde.

 

Ab 1970 übernahm Johann Mandls Sohn Franz Mandl die Funktion des Obmannes. Krankheitsbedingt war es Kapellmeister Franz Göbel nicht mehr möglich, seine Funktion auszuführen, weshalb er 1971 die musikalische Leitung an Schuldirektor Alois Riener übergab. Unter Kapellmeister Riener und Obmann Mandl fanden nicht nur einige Ausflüge statt, es erfolgte auch eine Neueinkleidung. So wurde 1975 der Steireranzug gegen eine Tracht mit grauem Rock, rotem Gilet, schwarzer Stoffkniehose und grauen Stutzen ersetzt.

 

Da auch Kapellmeister Alois Riener sein Amt aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht weiter ausführen konnte, folgte ihm der junge Musiklehrer Josef Reisinger, welcher sich darum bemühte, das musikalische Niveau zu heben. Bei einem Musikerstand von rund 30 Mann sah er es als seine Aufgabe, für den Musikernachwuchs zu sorgen. Mit Claudia Donner und Lieselotte Stückler wurden.

 

1980 auch die ersten Musikerinnen in den Verein aufgenommen. 1980 fand die erste Fladnitzer Ballnacht statt, die noch bis heute jedes Jahr im Jänner veranstaltet wird.

 

 

Musikalischer Aufschwung in den 80er Jahren

Nach über zehn Jahren in der Funktion als Obmann gab Franz Mandl 1982 seinen Rücktritt bekannt. Nachfolger wurde der Tischlermeister Josef Göbel sen. Während seiner äußerst aktiven Amtszeit mit Kapellmeister Josef Reisinger erlebte der Verein einen großen, insbesondere musikalischen Aufschwung.

 

So gelangen in dieser Periode viele Erneuerungen, wie zum Beispiel die Umbenennung der Musikkapelle in Trachtenkapelle Fladnitz a. d. Teichalm. 1989 wurde eine neue, in violett-grün gehaltene Tracht eingeführt, in der die Trachtenkapelle noch heute auftritt. Wegen Platzmangel im alten Musikheim übersiedelte man 1991 in den Gemeindekomplex. Es folgten 1992 ein Auftritt bei der Fernsehsendung "Heimatmelodie" beim deutschen Fernsehsender RTL sowie Aufnahme der CD "So schön ist Blasmusik".

 

Das Adventkonzert, welches gemeinsam mit dem Singkreis Fladnitz/T. veranstaltet wurde, stellte einen jährlichen Fixpunkt für den Verein und auch für die Bevölkerung dar. Nennenswert sind auch die Konzertreisen nach Buchloe (Deutschland) und Wissembourg (Frankreich). Die Trachtenkapelle Fladnitz/T. zählte in dieser Zeit zu den musikalischen Aushängeschildern des Musikbezirkes Weiz. Ein Höhepunkt und zugleich auch ein Abschluss der Ära Göbel/Reisinger bildete das Pop- und Filmhitskonzert 1999 im Freibad Fladnitz.

 

2000 beendete Josef Reisinger aufgrund Zeitmangels seine Aufgabe als Kapellmeister, ihm folgte für kurze Zeit (2000–2001) sein Bruder Herbert Reisinger. Und auch Obmann Josef Göbel sen. trat 2001 wegen seines immer größer werdenden Betriebs von seinem Amt zurück. Als Dank für seine aufopfernde Arbeit für den Verein wurde ihm noch im selben Jahr der Titel des Ehrenobmannes der Trachtenkapelle Fladnitz a. d. Teichalm verliehen.

 

 

Veränderungen im neuen Jahrtausend

Zu den ersten Aufgaben des neuen Obmanns Wolfgang Pieber zählte die Suche nach einem neuen Kapellmeister. Nach einer kurzen Zusammenarbeit mit Armin Suppan war es der Deutschfeistritzer Peter Krinner, der dem Verein als Kapellmeister aushalf. 2002 konnte letztlich der Militärmusiker Vzlt. Hermenegild Kaindlbauer als neuer Kapellmeister für den Verein gewonnen werden. Er führte nicht nur die abwechselnd veranstalteten Frühlings- und Kirchenkonzerte ein, mit ihm nahm die Trachtenkapelle zunehmend wieder an Marschmusik- und Konzertwertungen teil.

 

2002 gründete die Trachtenkapelle mit der Firma IVI eine private Musikschule. Dank der großen Akzeptanz und der Annahme des Projekts bei der Bevölkerung konnte auch jährlich am Ende des Musikschuljahres ein Jugendcamp bei der Pension Elmer veranstaltet werden.

 

Am 27. Mai 2004 wurde dem Verein von Frau Landeshauptmann Waltraud Klasnic in der Grazer Burg der Steirischen Panther überreicht, nachdem der Verein innerhalb der letzten fünf Jahre an zwei Konzertwertungsspielen und an einer Marschmusikwertung mit dementsprechenden Erfolg teilgenommen hat. Dies war für die Trachtenkapelle eine ganz besondere Ehre. 2007 folgte ein weiterer Panther und die Verleihung der Robert Stolz-Medaille.

 

2004 unternahm die Trachtenkapelle eine Konzertreise nach Meran in Südtirol, wo man auf der Kurpromenade ein Konzert spielte. 2005 fuhr man zur befreundeten Musikkapelle nach Schwendt in Tirol. 

 

 

 

Auszeichnung der Gründungsmitglieder

2005 wurde beschlossen, den fünf noch lebenden Gründungsmitgliedern beim "Tag der Blasmusik", als Dank für ihren Einsatz und ihre Bemühungen um die Musikkapelle Fladnitz, die Verdienstmedaille in Bronze des österreichischen Blasmusikverbandes zu überreichen. Dies waren:

 

Franz Stockner
Alois Raith
Herbert Herbst sen.
Alois Stadlhofer
Gottfried Fuchsbichler

 


2006 bis heute

2006 erfolgte die Teilnahme am 27. Bundesblasmusikfest in Wien, bei welchem die Trachtenkapelle gemeinsam mit der Marktkapelle Semriach und dem Musikverein Langenwang die Steiermark vertrat. Aufgrund der Erfolge bei den vergangenen Marschmusikwertungen durfte die Kapelle 2010 am 1. Landesmusikerfest "Musik in Bewegung" in Hartberg teilnehmen und konnte hier mit einem Ausgezeichneten Erfolg den Musikbezirk Weiz würdig vertreten. Im selben Jahr nahm Wolfgang Pieber den 3. Steirischen Panther der Trachtenkapelle von Landehauptmann Mag. Franz Voves entgegen.

 

Das 190-jährige Jubiläum wurde im September 2010 mit einem Kesseltreffen sowie einer Marschmusikwertung gefeiert. Für dieses Jubiläum wurde nach langer Zeit auch wieder eine Festschrift erstellt.

 

Nach über zehn Jahren als Obmann übergab Wolfgang Pieber im Frühjahr 2013 das Amt an Christina Pieber.

 

Heute zählt die Trachtenkapelle Fladnitz an der Teichalm 44 aktive Musikerinnen und Musiker, 6 Marketenderinnen und einen Fahnenträger.

 

 

Die bisher größten Erfolge:

1991 Bundesmusikfest in Wien

1992 Fernsehsendung "Heimatmelodie" RTL

1993 CD Aufnahme

1994 Konzertreise Wissembourg (Frankreich)

1987 & 1999 Pop & Filmhitsaufführung im Freibad

1998 Konzertreise nach Buchloe (Deutschland)

2002 Gründung private Musikschule

2003 Erstes Kirchenkonzert in Fladnitz/T.

2004 Steirischer Panther

2004 Konzertreise nach Meran (Südtirol)

2005 Konzertreise nach Schwendt in Tirol

2006 Bundesblasmusikfest in Wien

2007 Steirischer Panter und Robert Stolz Preis

2010 Steirischer Panther

2010 Erstes Landesmusikerfest "Musik in Bewegung"